Beide Christentum — worin sie sich trennen

Progressives Christentum und Römischer Katholizismus

Nahe Verwandte, und genau deshalb sind die 8 Achsen, auf denen sie abweichen, der interessante Teil. Mittlerer Abstand über alle siebzehn Achsen: 0.42 (0 hieße identisch).

Progressives ChristentumChristentum

Behält Praxis, Erzählung und Ethik und liest die Metaphysik als Metapher. Die Schrift ist menschliches Zeugnis und kein Diktat, andere Wege gelten als wirklich gültig, und worum es geht, ist, wie Sie jetzt leben.

Römischer KatholizismusChristentum

Ein personhafter, transzendenter Gott, erkannt durch Offenbarung und Vernunft zugleich, vermittelt durch eine sakramentale Kirche mit Lehrautorität. Die Menschheit ist verwundet und wird durch die Gnade gerettet, die die Menschen durch die Sakramente erreicht und nicht an ihnen vorbei.

Worin sie übereinstimmen

  • C2 Gestalt der Zeit

    Beide liegen bei ein Leben, dann das Gericht — ein Abstand von 0.08.

  • A3 Vielheit

    Sie liegen bei streng eines beziehungsweise eher „streng eines“ — ein Abstand von 0.10.

Worin sie sich trennen

  • B3 Institutionelle Autorität

    Progressives Christentum: eher „das eigene Gewissen entscheidet“. Römischer Katholizismus: Klerus und Tradition entscheiden. Ein Abstand von 0.75 auf einer Achse, die von „Klerus und Tradition entscheiden“ bis „das eigene Gewissen entscheidet“ reicht.

  • E1 Ausschließlichkeit

    Progressives Christentum: viele gültige Wege. Römischer Katholizismus: eher „ein einziger wahrer Weg“. Ein Abstand von 0.65 auf einer Achse, die von „ein einziger wahrer Weg“ bis „viele gültige Wege“ reicht.

  • B1 Quelle der Wahrheit

    Progressives Christentum: eher „Vernunft und unmittelbare Erfahrung“. Römischer Katholizismus: offenbart und feststehend. Ein Abstand von 0.60 auf einer Achse, die von „offenbart und feststehend“ bis „Vernunft und unmittelbare Erfahrung“ reicht.

  • C3 Die menschliche Lage

    Progressives Christentum: eher „unwissend, aber im Grunde heil“. Römischer Katholizismus: gefallen und auf Rettung angewiesen. Ein Abstand von 0.60 auf einer Achse, die von „gefallen und auf Rettung angewiesen“ bis „unwissend, aber im Grunde heil“ reicht.

  • B2 Lesart heiliger Texte

    Progressives Christentum: metaphorisch, oder gar kein Text. Römischer Katholizismus: eher „wörtlich und bindend“. Ein Abstand von 0.55 auf einer Achse, die von „wörtlich und bindend“ bis „metaphorisch, oder gar kein Text“ reicht.

  • D2 Stellenwert des Rituals

    Progressives Christentum: zwischen „wesentlich und vorgeschrieben“ und „freigestellt oder nicht vorhanden“. Römischer Katholizismus: wesentlich und vorgeschrieben. Ein Abstand von 0.47 auf einer Achse, die von „wesentlich und vorgeschrieben“ bis „freigestellt oder nicht vorhanden“ reicht.

  • C1 Fortbestand des Selbst

    Progressives Christentum: zwischen „endet mit dem Tod“ und „besteht in irgendeiner Form fort“. Römischer Katholizismus: besteht in irgendeiner Form fort. Ein Abstand von 0.46 auf einer Achse, die von „endet mit dem Tod“ bis „besteht in irgendeiner Form fort“ reicht.

  • A2 Personhaftigkeit

    Progressives Christentum: zwischen „unpersönliches Prinzip oder unpersönliche Ordnung“ und „ein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kann“. Römischer Katholizismus: ein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kann. Ein Abstand von 0.43 auf einer Achse, die von „unpersönliches Prinzip oder unpersönliche Ordnung“ bis „ein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kann“ reicht.

Alle siebzehn Achsen

AchseProgressives ChristentumRömischer KatholizismusAbstand
A1 Göttliche Wirklichkeitzwischen „nichts über das Natürliche hinaus“ und „eine göttliche Wirklichkeit existiert gewiss“eine göttliche Wirklichkeit existiert gewiss0.38
A2 Personhaftigkeitzwischen „unpersönliches Prinzip oder unpersönliche Ordnung“ und „ein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kann“ein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kann0.43
A3 Vielheitstreng eineseher „streng eines“0.10
A4 Orteher „ganz in ihr gegenwärtig“zwischen „gänzlich jenseits der Welt“ und „ganz in ihr gegenwärtig“0.27
B1 Quelle der Wahrheiteher „Vernunft und unmittelbare Erfahrung“offenbart und feststehend0.60
B2 Lesart heiliger Textemetaphorisch, oder gar kein Texteher „wörtlich und bindend“0.55
B3 Institutionelle Autoritäteher „das eigene Gewissen entscheidet“Klerus und Tradition entscheiden0.75
C1 Fortbestand des Selbstzwischen „endet mit dem Tod“ und „besteht in irgendeiner Form fort“besteht in irgendeiner Form fort0.46
C2 Gestalt der Zeitein Leben, dann das Gerichtein Leben, dann das Gericht0.08
C3 Die menschliche Lageeher „unwissend, aber im Grunde heil“gefallen und auf Rettung angewiesen0.60
D1 Weg zum höchsten Gutzwischen „als Gnade geschenkt“ und „durch Anstrengung oder Einsicht erlangt“eher „als Gnade geschenkt“0.38
D2 Stellenwert des Ritualszwischen „wesentlich und vorgeschrieben“ und „freigestellt oder nicht vorhanden“wesentlich und vorgeschrieben0.47
D3 Der Körpereher „zu feiern“eher „zu zügeln“0.37
E1 Ausschließlichkeitviele gültige Wegeeher „ein einziger wahrer Weg“0.65
E2 Ursprung des Kosmoszwischen „ein gewollter Akt“ und „anfangslos oder natürlich“ein gewollter Akt0.36
E3 Ort der Zugehörigkeiteher „eine persönliche Entscheidung“zwischen „ein Volk, ererbt“ und „eine persönliche Entscheidung“0.35
E4 Stellung der Natureher „beseelt und selbst heilig“zwischen „Schöpfung, zum Gebrauch gegeben“ und „beseelt und selbst heilig“0.30

Die Positionen von Progressives Christentum stützen sich vor allem auf Borg, Spong and the Center for Progressive Christianity’s Eight Points; die von Römischer Katholizismus auf Catechism of the Catholic Church (2nd ed., 1997). Die Quellen je Zelle stehen auf der Seite der jeweiligen Tradition.

Welche der beiden steht Ihnen näher?

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