Christentum · macro

Ostorthodoxie

Teilt den katholischen Bekenntniskern, liest das Heil aber als Theosis — wirkliche Teilhabe an den göttlichen Energien — und nicht als Rechtsakt. Entsprechend immanenter, asketischer und weniger daran interessiert, zu definieren, was sie nicht definieren musste.

Was sie ungewöhnlich macht

Die Achsen, auf denen diese Tradition am weitesten von der Mitte der Matrix entfernt liegt — also die Positionen, die sie tatsächlich auszeichnen.

  • E1 Ausschließlichkeitein einziger wahrer WegWeiter in Richtung „ein einziger wahrer Weg“ als die meisten Traditionen der Matrix.
  • E2 Ursprung des Kosmosein gewollter AktWeiter in Richtung „ein gewollter Akt“ als die meisten Traditionen der Matrix.
  • B1 Quelle der Wahrheitoffenbart und feststehendWeiter in Richtung „offenbart und feststehend“ als die meisten Traditionen der Matrix.
  • C3 Die menschliche Lageeher „gefallen und auf Rettung angewiesen“Weiter in Richtung „gefallen und auf Rettung angewiesen“ als die meisten Traditionen der Matrix.

Alle siebzehn Positionen

Jede Zelle trägt eine Mitte, eine Streuung — wie viel innere Abweichung die Tradition tatsächlich zulässt — und die Quelle, auf der die Position beruht. Sie sind mit einer nicht einverstanden? Sagen Sie es; Korrekturen sind öffentlich und werden festgehalten.

Dieselben siebzehn Werte als eine einzige Form, im Uhrzeigersinn ab A1 oben gelesen. Die Kontur ist, wo die Tradition liegt; das breitere Band darum ist die Abweichung, die sie tatsächlich zulässt — eine enge Kontur ist also eine enge Tradition.

  • Position
  • zugelassene Abweichung

A · Das Göttliche

AchsePositionWert±σ
A1 Göttliche Wirklichkeitnichts über das Natürliche hinauseine göttliche Wirklichkeit existiert gewisseine göttliche Wirklichkeit existiert gewissConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia1.000.03
A2 Personhaftigkeitunpersönliches Prinzip oder unpersönliche Ordnungein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kannein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kannConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.950.05
A3 Vielheitstreng einesviele Mächte und Geistereher „streng eines“Confession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.180.10
A4 Ortgänzlich jenseits der Weltganz in ihr gegenwärtigzwischen „gänzlich jenseits der Welt“ und „ganz in ihr gegenwärtig“Confession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.620.12

B · Wissen und Autorität

AchsePositionWert±σ
B1 Quelle der Wahrheitoffenbart und feststehendVernunft und unmittelbare Erfahrungoffenbart und feststehendConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.120.09
B2 Lesart heiliger Textewörtlich und bindendmetaphorisch, oder gar kein Texteher „wörtlich und bindend“Confession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.300.13
B3 Institutionelle AutoritätKlerus und Tradition entscheidendas eigene Gewissen entscheidetKlerus und Tradition entscheidenConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.050.06

C · Selbst und Bestimmung

AchsePositionWert±σ
C1 Fortbestand des Selbstendet mit dem Todbesteht in irgendeiner Form fortbesteht in irgendeiner Form fortConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.980.02
C2 Gestalt der Zeitein Leben, dann das Gerichtzyklische Wiederkehrein Leben, dann das GerichtConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.020.03
C3 Die menschliche Lagegefallen und auf Rettung angewiesenunwissend, aber im Grunde heileher „gefallen und auf Rettung angewiesen“Confession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.280.12

D · Praxis

AchsePositionWert±σ
D1 Weg zum höchsten Gutals Gnade geschenktdurch Anstrengung oder Einsicht erlangteher „als Gnade geschenkt“Confession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.320.12
D2 Stellenwert des Ritualswesentlich und vorgeschriebenfreigestellt oder nicht vorhandenwesentlich und vorgeschriebenConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.030.04
D3 Der Körperzu zügelnzu feierneher „zu zügeln“Confession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.220.12

E · Welt und andere

AchsePositionWert±σ
E1 Ausschließlichkeitein einziger wahrer Wegviele gültige Wegeein einziger wahrer WegConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.140.12
E2 Ursprung des Kosmosein gewollter Aktanfangslos oder natürlichein gewollter AktConfession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.020.03
E3 Ort der Zugehörigkeitein Volk, ererbteine persönliche Entscheidungeher „ein Volk, ererbt“Confession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.350.14
E4 Stellung der NaturSchöpfung, zum Gebrauch gegebenbeseelt und selbst heiligzwischen „Schöpfung, zum Gebrauch gegeben“ und „beseelt und selbst heilig“Confession of Dositheus (1672) and the Philokalia0.520.14

Weiterführende Lektüre

Verglichen mit

Und wo stehen Sie?

Der Fragebogen verortet Ihre eigenen Antworten auf denselben siebzehn Achsen und zeigt, wie nah Sie dieser Tradition und 64 weiteren stehen. Jetzt ausfüllen — acht bis vierzehn Fragen, und nichts wird übertragen.