Hinduismus · branch
Dvaita-Vedanta
Gott, Seelen und Materie sind dauerhaft verschieden — ein innerhalb des Vedanta ungewöhnlich scharfer Dualismus und die hinduistische Schule, die einem klassisch theistischen Bild am nächsten kommt. Die Befreiung hängt an der göttlichen Gnade, nicht am Erkennen einer Identität, die immer schon bestand.
Was sie ungewöhnlich macht
Die Achsen, auf denen diese Tradition am weitesten von der Mitte der Matrix entfernt liegt — also die Positionen, die sie tatsächlich auszeichnen.
- C2 Gestalt der Zeitzyklische WiederkehrWeiter in Richtung „zyklische Wiederkehr“ als die meisten Traditionen der Matrix.
- D1 Weg zum höchsten Guteher „als Gnade geschenkt“Weiter in Richtung „als Gnade geschenkt“ als die meisten Traditionen der Matrix.
- E2 Ursprung des Kosmosanfangslos oder natürlichWeiter in Richtung „anfangslos oder natürlich“ als die meisten Traditionen der Matrix.
- B2 Lesart heiliger Texteeher „wörtlich und bindend“Weiter in Richtung „wörtlich und bindend“ als die meisten Traditionen der Matrix.
Alle siebzehn Positionen
Jede Zelle trägt eine Mitte, eine Streuung — wie viel innere Abweichung die Tradition tatsächlich zulässt — und die Quelle, auf der die Position beruht. Sie sind mit einer nicht einverstanden? Sagen Sie es; Korrekturen sind öffentlich und werden festgehalten.
Dieselben siebzehn Werte als eine einzige Form, im Uhrzeigersinn ab A1 oben gelesen. Die Kontur ist, wo die Tradition liegt; das breitere Band darum ist die Abweichung, die sie tatsächlich zulässt — eine enge Kontur ist also eine enge Tradition.
- Position
- zugelassene Abweichung
A · Das Göttliche
| Achse | Position | Wert | ±σ |
|---|---|---|---|
| A1 Göttliche Wirklichkeitnichts über das Natürliche hinaus → eine göttliche Wirklichkeit existiert gewiss | eine göttliche Wirklichkeit existiert gewissMadhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 1.00 | 0.02 |
| A2 Personhaftigkeitunpersönliches Prinzip oder unpersönliche Ordnung → ein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kann | ein personhaftes Gegenüber, das man ansprechen kannMadhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.92 | 0.06 |
| A3 Vielheitstreng eines → viele Mächte und Geister | eher „streng eines“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.28 | 0.13 |
| A4 Ortgänzlich jenseits der Welt → ganz in ihr gegenwärtig | eher „gänzlich jenseits der Welt“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.35 | 0.13 |
B · Wissen und Autorität
| Achse | Position | Wert | ±σ |
|---|---|---|---|
| B1 Quelle der Wahrheitoffenbart und feststehend → Vernunft und unmittelbare Erfahrung | eher „offenbart und feststehend“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.18 | 0.11 |
| B2 Lesart heiliger Textewörtlich und bindend → metaphorisch, oder gar kein Text | eher „wörtlich und bindend“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.18 | 0.11 |
| B3 Institutionelle AutoritätKlerus und Tradition entscheiden → das eigene Gewissen entscheidet | Klerus und Tradition entscheidenMadhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.12 | 0.10 |
C · Selbst und Bestimmung
| Achse | Position | Wert | ±σ |
|---|---|---|---|
| C1 Fortbestand des Selbstendet mit dem Tod → besteht in irgendeiner Form fort | besteht in irgendeiner Form fortMadhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.95 | 0.05 |
| C2 Gestalt der Zeitein Leben, dann das Gericht → zyklische Wiederkehr | zyklische WiederkehrMadhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.90 | 0.07 |
| C3 Die menschliche Lagegefallen und auf Rettung angewiesen → unwissend, aber im Grunde heil | zwischen „gefallen und auf Rettung angewiesen“ und „unwissend, aber im Grunde heil“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.55 | 0.15 |
D · Praxis
| Achse | Position | Wert | ±σ |
|---|---|---|---|
| D1 Weg zum höchsten Gutals Gnade geschenkt → durch Anstrengung oder Einsicht erlangt | eher „als Gnade geschenkt“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.20 | 0.13 |
| D2 Stellenwert des Ritualswesentlich und vorgeschrieben → freigestellt oder nicht vorhanden | wesentlich und vorgeschriebenMadhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.12 | 0.10 |
| D3 Der Körperzu zügeln → zu feiern | eher „zu zügeln“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.30 | 0.14 |
E · Welt und andere
| Achse | Position | Wert | ±σ |
|---|---|---|---|
| E1 Ausschließlichkeitein einziger wahrer Weg → viele gültige Wege | eher „ein einziger wahrer Weg“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.30 | 0.14 |
| E2 Ursprung des Kosmosein gewollter Akt → anfangslos oder natürlich | anfangslos oder natürlichMadhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.85 | 0.09 |
| E3 Ort der Zugehörigkeitein Volk, ererbt → eine persönliche Entscheidung | eher „ein Volk, ererbt“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.30 | 0.16 |
| E4 Stellung der NaturSchöpfung, zum Gebrauch gegeben → beseelt und selbst heilig | zwischen „Schöpfung, zum Gebrauch gegeben“ und „beseelt und selbst heilig“Madhva’s Anuvyakhyana and Dvaita commentarial tradition | 0.50 | 0.14 |
Weiterführende Lektüre
- Madhva, Vishnu-tattva-vinirnaya — Die fünffache Verschiedenheit; die Grundlage von A4 und C1.
- Sharma, A History of the Dvaita School of Vedanta — Maßgeblicher wissenschaftlicher Überblick.
Verglichen mit
Der Fragebogen verortet Ihre eigenen Antworten auf denselben siebzehn Achsen und zeigt, wie nah Sie dieser Tradition und 64 weiteren stehen. Jetzt ausfüllen — acht bis vierzehn Fragen, und nichts wird übertragen.